Der Gipfel des Großen Arber erreicht als höchste Erhebung des gesamten Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirges die Waldgrenze. Selbst Baumarten wie Fichte und Vogelbeere kommen in dieser Höhe nur noch vereinzelt vor. Das Latschengebüsch dagegen dehnt sich flächig aus. Unter den Pflanzen haben sich viele Spezialisten eingefunden, die den extremen Klima- und Bodenbedingungen (kalt, steinig, nährstoffarm) angepasst sind. Der Große Arber war bis zum Ende der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren mit Eis bedeckt. Aus dieser Zeit konnten sich auf dem Arbergipfel zahlreiche seltene Pflanzenarten (sogenannte "Eiszeitrelikte") halten. Unter den Klimabedingungen der Nacheiszeit konnten sie sich jedoch nicht mehr weiter ausbreiten. Sie sind daher selten und gefährdet! | 
| | Bergmischwald | Bergfichtenwald | Waldfreier Gipfelbereich | An den Arberhängen zwischen 600 und 1200 Höhenmetern entstand der Bergmischwald. Darin dominieren Fichten, Buchen und Tannen. | Der Bergfichtenwald besteht hauptsächlich aus langsamwüchsigen, spitzkronigen und meist bis zum Boden beasteten Fichten. | Der Verlauf der heutigen Waldgrenze ist nicht durch Höhe und Klima bedingt, sondern ist weitgehend auf menschliche Einflüsse durch Rodung und Nutzung als Weide zurückzuführen. Nur die Felsriegel auf die höchsten Blockfelder waren von Natur aus waldfrei. |
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